Berlin-Friedrichshain: Hausbesetzung - Fotos
Anlässlich der Bambule-Aktionstage in Berlin wurde heute nachmittag ein Haus in der Max-Gabriel-Straße besetzt. Etwa 150 waren beteiligt oder waren zur Unterstützung dabei.
Die Polizei reagierte natürlich wie gewohnt: Nach nicht einmal einer halben Stunde war eine Hundertschaft anwesend. Die UnterstützerInnen abzudrängen erwies sich zunächst schwieriger als gedacht. Einige Anwohner unterstützten die Besetzung und weitere UnterstützerInnen kamen hinzu. Momentan ist das Haus noch besetzt, auch wenn die Polizei gegen 17.30 reinging und es wird gebeten, vorbeizukommen um zu helfen...
Update: 18:25: Bekam gerade ein Telefonat: Das Haus ist geräumt - etwa 35+x bekamen Anzeige - ca. 100 Leute sind um den Boxi verteilt, vielleicht gibt es noch eine Demo. Die massiv aufgefahrene Polizei versucht die Leute zu verjagen.
sorry für die schlchte Qualität der Bilder - die Digicam ist auch nicht die Beste...
Die Polizei reagierte natürlich wie gewohnt: Nach nicht einmal einer halben Stunde war eine Hundertschaft anwesend. Die UnterstützerInnen abzudrängen erwies sich zunächst schwieriger als gedacht. Einige Anwohner unterstützten die Besetzung und weitere UnterstützerInnen kamen hinzu. Momentan ist das Haus noch besetzt, auch wenn die Polizei gegen 17.30 reinging und es wird gebeten, vorbeizukommen um zu helfen...
Update: 18:25: Bekam gerade ein Telefonat: Das Haus ist geräumt - etwa 35+x bekamen Anzeige - ca. 100 Leute sind um den Boxi verteilt, vielleicht gibt es noch eine Demo. Die massiv aufgefahrene Polizei versucht die Leute zu verjagen.
sorry für die schlchte Qualität der Bilder - die Digicam ist auch nicht die Beste...

Anwohner - darunter auch viele Ältere - waren überraschend solidarisch mit der Aktion. Ein Anwohner mit Digicam schaffte es sogar in wenigen Minuten einen Flyer an seinem Computer anzufertigen.

Medienaktivisten und bürgerliche Medien waren anwesend
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Ergänzungen
Hysterie von GrünWeiss und RotRot
Davor haben die Herrschaften angst!
Eigentlich nur ein Zeichen weiterzumachen, doch die wichtige Frage bleibt: Wie können wir andere einbinden? Noch ist es eben doch oft "nur" die Szene (oder deren Reste), die beteiligt ist.
So. Dann mach ich mich jetzt mal los nach F'Hain!
demo???
warum nicht?
Bullen stressen rum...
Ein Hoch auf Euch!!!!
Alles Gute aus Karlsruhe...
Heisse Zeiten bei sozialer Kälte
Viva Villa Zapata ... denn sie ist überall!!!
Viva Bambule
Ex-Steffi bleibt [basta]
Viva Boxi ... bleibt auch [basta]
solidarische gruesse
schlechte Bildqualität?
ohoh
geht noch was???
Gruss
C.
Gino Ragno
leider kamen nur ca. 20 Leute großteils italiener ins kulturhaus der italienischen botschaft.
anwesend waren einige nazis, nen dutzend schränke anscheinend zum schutz von ragno, viele zivten und kripo leutz und natürlich bürgers.
kurz nach anfang der veranstaltung wurde dann angefangen parolen zu rufen und flyer wurden verteilt leider verliesen nur wenig bürgers die veranstalung.
nach etwa einer halben stunde kam dann auch horst mahler mit seinen angehörigen
leider konnte die veranstaltung nicht aufgelöst werden aufgrund der geringen anzahl an gegenern und steigender anzahl der bullen, jedoch konnte sie stark gestört werden.
GUT!
überrascht mich auch stark, das sich anwohner mit der besetzung solidarisierten! wenn das mal nicht nur auf hausbesetzungen übertragen werden kann, is ein grosserv schritt getan!
Hier mal was Pessimistisches
Am Boxhagener Platz 15.00:
50, später knapp 100 Leute da - alle warten, was passiert. Animationsversuche werden mit "jaja" (oder auch gar nicht) quittiert.
Vor dem Haus gegen 16.00:
100, später knapp 150 sind da - aller warten darauf, daß die Polizei "endlich" zu räumen. Wenns warten zu langweilig wird, werden ein paar Minuten lang immer dieselben Parolen gerufen, um überhaupt was zu tun. Dann wieder warten, dann wieder Parolen.
Einige Wenige wollen was machen: einer trommelt, ein anderer jongliert, 2 versuchen die anderen zum Barri-Bau zu kriegen.
etwas später, die Polizei drängt die meisten ab:
Alles steht an den Polizeiketten ausserhalb der Straße und wartet. Parolen (natürlich immer dieselben) werden nur noch vereinzelt gerufen. Der Versuch die Leute über Hinterhöfe in das Haus oder zumindest in die Straße zu lotsen schlägt fehl. Vielleicht 15 bis 20 lassen sich bewegen.
Bei den Anwohnern hab ich dagegen ein ganz anderes Gefühl:
All die Leute, die man sonst mit gesenktem Kopf zur Straßenbahn, zum/durch den Supermarkt oder nach Hause hetzen sieht (scheinbar total angepasst und ohne Hoffnung auf irgendwas), fangen auf einmal an, die Besetzer zunächst verbal, später durch Türenöffnen oder Bullen-anmachen oder durch Flyerverteilen zu unterstützen. Bei Vielen sehe ich auf einmal voll sowas wie Hoffnung aufkommen, eine ältere Frau hat Tränen in den Augen, eine andere murmelt was von "jetzt noch mal Jünger sein..."
Was ist nur los mit uns? Wo ist unsere Kraft, wo sind unsere Träume und wo sind unsere Ziele hin? Klar ist die Lage momentan scheisse, aber wenn wir keine Kraft mehr zum Kämpfen haben, ..... was dann eigentlich?
Der Aufruf oben im Text "kommt alle her" ist zusätzlich schmerzlich: Es waren einfach mal so ziemlich alle aus der Szene dort gewesen - mehr als 400 oder 500 gibts doch in Berlin gar nicht. Für Leute aus anderen Szene haben wir schon vor 10 Jahren die Anziehungskraft verloren. Klar! Was sollen sie in dieser trostlosen Welt denn auch noch mit lauter schwarzgekleideten, destruktiven Leuten, die meist deprimiert, zynisch oder sonstwie negativ sind, anfangen? Und ausserhalb diverser Szenen? Flucht vor der Realität. Handyklingeltöne, Internet-Sucht, Konsum, Party und Drogen bis zum Abwinken... (wobei diese Sachen ja selbst innerhalb unserer tollen Szene normal geworden sind)
jupp jupp
Die zeiten sind vorbei
Als sie noch durch die straßen zogen
Um etwas zu verändern
Um frei zu werden
Von dem was noch heute
den atem der freiheit schnürt
Es waren ihre schritte
Die wie die uhr der zeit
Sich im kreise bewegten
Doch sei waren zu ehrlich
Um es sich einzugestehen
Sie waren zu stolz
Um nicht daran zu glauben
Dass etwas tun
So unnütz es auch scheint
Immer mehr bringen wird
Als nichts zu tun
Es waren ihre parolen
Die wie der wind von fenster
Zu fenster drangen
Es mag sich romantisch anhören
Und vielleicht mit einem hauch von bewunderung
Doch die zeiten haben sich geändert
Und was damals
So romatisch und wild war
Weckt heute nur noch sehnsucht
In meinem herzen
Dass zu jung ist um die vergangenheit zu verstehen
Und zu frei um sie leugnen
Ich kann nichts mehr fühlen
Heute
Ist mein herz nur noch leer
Bei dem gedanken
Weggesperrt zu sein
Von der vergangenheit
Die wie ein kinofilm
Abläuft
In dem man vergessen hat
Die gitterstäbe zu entfernen
Die die augen brennen lassen
Und so kann ich
Mich selbst belügen
Und die wenigen die neben mir sitzen
Glauben lassen
Es wären die gitterstäbe
Die mir die tränen in die augen treiben
Und nicht die einsamkeit dieser zeit
in diesem sinne....man sieht sich
Aber was für gottverdammte Zeiten werden auch für solche Aktionen genommen. Einerseits müssen Menschen, die sich solidarisieren würden, arbeiten, auch kann man,wenn man nicht zu erlesenen Kreis der Eingeweihten gehört, nicht ahnen was Sache ist oder permanent mit seinem Drecks WaP Handy online sein, ferner freunen sich die grünen Staatskräfte, weil sie keine Überstunden schieben müssen. Also, was beleibt, vernünftige Uhrzeiten und Infotainment, die grünen Jungs sind eh bald anwesend, wir sind schliesslich nicht in Wuppertal.
naja
ansonsten könnte man sagen, war ein schönes training für später mal.
@war dabei
Ya Basta
VIVA BAMBULE