KATASTROPHE SUCHT KANZLERAMT HEIM
Soeben ist das neue Kanzleramt aus Luft angegriffen worden und
vom Erdboden verschwunden. Um 11.55 Ortszeit ereignete sich heute
eine Katastrophe, die bis dato sich zwar mancher vorgestellt, mit der aber keiner gerechnet hat. Auch
die Berliner Hypo- Vereinsbank hatte das Projekt nicht
abgeschrieben. Alle Berliner Bausparpläne wurden über den
Haufen geworfen. Eine verzweifelt löcherige
Betroffenheitsstimmung herrscht an der Spree nahe dem
Reichstag. Es fehlt am Nötigsten, immerhin ein Viertel des
Regierungsviertels - ein Achtel maß des Kanzlers Schachtel,
rechnete man den Spreebogen hoch zum
spreesumpfwasserumfluteten Regierungskreis.
Ein kurzer, exklusiver Live-Bericht aus dem Kanzlersitzkrater
vom ZHF-Korrespondenten Udo van Klumpen
vom Erdboden verschwunden. Um 11.55 Ortszeit ereignete sich heute
eine Katastrophe, die bis dato sich zwar mancher vorgestellt, mit der aber keiner gerechnet hat. Auch
die Berliner Hypo- Vereinsbank hatte das Projekt nicht
abgeschrieben. Alle Berliner Bausparpläne wurden über den
Haufen geworfen. Eine verzweifelt löcherige
Betroffenheitsstimmung herrscht an der Spree nahe dem
Reichstag. Es fehlt am Nötigsten, immerhin ein Viertel des
Regierungsviertels - ein Achtel maß des Kanzlers Schachtel,
rechnete man den Spreebogen hoch zum
spreesumpfwasserumfluteten Regierungskreis.
Ein kurzer, exklusiver Live-Bericht aus dem Kanzlersitzkrater
vom ZHF-Korrespondenten Udo van Klumpen
Helm ab zum Gebet!
Er, pardon, es ist kaum zu fassen. Wo vorher noch ein monumentaler
Prachtbau die neue Republik krönte, füllt sich langsam aber immer
schneller ein riesiges Erdloch gewaltigen Ausmaßes mit
grün-schwarz-braunem Spreebrackwasser - darin rote Schlieren, als
Blutspuren der Geschichte eines Sensationell Politischen Desasters.
Dieses ereignete sich direkt vor der ehrwürdigen Kulisse des
Reichtages, wo die Fahnen schon auf Halbmast gesetzt wurden, wie im
Hintergrund zu sehen ist . Sonst erinnert hier alles an einen
Bombentrichter aus dem dritten, pardon, zweiten Weltkrieg. Hatte man
am Wochenende noch vor Anschlägen auf unsere, nunmehr in der
Offensive befindlichen Truppe ´Kooperative Spitzfindiger
Kollateralschäden´ gewarnt bzw. auf deren nun flüchtenden, sich
absetzenden Angehörigen, so steht man jetzt betroffen schweigend
vor den Trümmern einer Katastrophe, die ewig mit dem Namen ´G.
Schröder´ verbunden sein wird. Alle um mich herum fragen sich kopflos,
sofern sie nicht durch dieses Ereignis bis in Mark und Bein, pardon,
Euro und Bein restlos erschüttert sind - einer soll hier sogar schon mit
seinen Helm Hirn geschöpft haben - alle fragen sich: "War der Kanzler
im Amt?" Gott, der Herr über Leben und Tod gebe eine verneinende
Antwort! Möge er statt dessen wieder auf Touren in und außerhalb der
Republik gewesen sein, wie wir ihn schätzen gelernt haben: entweder
in Volwolfsburg auf der Elchtestspur jagend oder der Truppe im Osten
das Motto "Nur nicht umfallen" einklagend - dabei wie immer ein
strandfester, pardon, standfester Charakter mit Showtalent, der
besonnt besonnen besticht , so spaßig sportlich seine Siegerlaune nun
einmal ist, oder war - selfmade natürlich. Sein Ableben kann sich hier
im Krater, im teils behelmt, teils bedächtig betenden Reservistenkorps
niemand so recht vorstellen, bei dieser kosmopolitischen Statur eines
Kanzlers , seinem geklonten Auftreten, pardon, seinem gekonnten
Auftreten mit dem er seinen Ministern beiseite stand und im Rücken
saß und dort weltstaatsmännisch seine Zigarre spitze um sich nicht,
vorsorglich wie sein Freund Clinton, an jeder ins politische Sommerloch
eindringenden Affäre die Hände schmutzig zu machen. - Ja, hallo ...
Hören Sie mich noch! - Entschuldigen Sie die kleine
Sendeunterbrechung, aber im Schatten dieses wohl alle sprachlos
machenden Geschehens sprechen die Bilder für sich. Ich sah hier unten
gerade einen von Erdschlamm triefenden und aus der Hose blutenden,
starrsinnig blickenden Reservisten, und der Kerl hatte dabei noch die
Chupze in seiner verkrampften und spastisch anmutenden Haltung den
Zapfenstreich zu blasen. Das brachte mich auf den Trichter in meinen
Terminkalender nachzuschauen, denn eigentlich sollte ich heute von
der Einweihung des Potsdamer Zentrums für Sicherheits- und
Militärpolitik berichten. Was sehe ich da jetzt: Der Kanzler hat dort
auch einen Termin. Wahrscheinlich lebt der Kanzler noch!!! Ich kann es
nicht glauben: Ausgerechnet ich als Korrespondent des ZHF-Magazins
kann Ihnen die frohe, wenngleich noch mutmaßliche Botschaft
übermitteln, dass der Kanzler lebt. Er hat sich überlebt! Während
andere sich gebannt in die üblichen, manchmal tödlichen
Regierungsgeschäfte vertieften, hat er außerhalb der Bannmeile das
Schicksal in seine Schranken verwiesen. Wollte er doch seinem
Verteidigungsminister wieder den Rücken stärken. Dieser hatte zwar
schon zugunsten eigener, parteiübergreifender Schützenhilfe und um
einen halbwegs klaren Kopf zu gewinnen extra das ganze Potsdamer
Institut neu gegründet und als Schirmherr militärisch abgeschirmt,
doch als notorischer Radsportlerfan weiß unser Rudi natürlich um seine
Affinität zum buckligen Männlein. Deshalb arbeitet er streng geheim im
Potsdamer Institut für rüstungspolitische Grundsatzfragen an einer
höheren KSK-Einheit "Kanzler Scharping Kissinger", denn er weiß, nur
mit erfahrenem Westpersonal lassen sich unhaltbare Stellungen, wie
etwa auch der Aufbau Ost, strategisch abstützen. Und als Stütze
dieser Gesellschaft ist der Kanzler nun mal unehrlich, pardon,
unentbehrlich, deshalb formierte sich gleich hier in der Nähe vor dem
Brandenburger Tor spontan ein großes Aufgebot einer
Kanzler-Sympathie-Kundgebung. Doch jetzt haben wir - Dank meiner
Recherchen - Anlass zur Hoffnung auf ein gutes Ende dieser
Katastrophe, auch wenn hier im Zentrum Berlins wieder die
Leichenfetzen flogen. Aber seien wir an dieser Stelle, um eine
Redewendung unseres Kanzlers aufzugreifen, doch mal ehrlich: Wurde
nicht, wie wir schon berichtet hatten, allzu viel schmutzige Wäsche in
des Kanzlers Waschmaschine gewaschen, so dass sie eines Tages als
Dreckschleuder Geschichte machen würde, wie man hier nun
rundherum sichtlich bestätigt sieht? Waren die Träume, die sich in
diesem weltweit größtem Kanzlersitz versinnbildlichten nicht zu kühn,
die Säulen zu hoch, der Ausblick zu napoleonisch? War dieses weiße
Haus nicht zu groß, pompös und sperrig um als Umzugskiste zum
großen, geostrategischen "Packen wir´s an!" verwendet zu werden?
Man denke nur an den hauseigenen Ölverbrauch und man wird
erahnen, wie viele unserer Sondereinheiten allein für die Sicherung
dieser Versorgungspipeline abbestellt werden mussten. Sicher, man
hatte europäische und transatlantische Vorstellungen. Aber musste
deshalb dem Weißen Haus ein Zwillingsgebäude beiseite gestellt
werden? Hätte die besagte Stunde Null nicht gerade hier in Berlin auch
nach dem Taumehl, pardon, dem Taumel der Wiedervereinigung zum
Maßhalten verpflichtet? Mit diesen offenen Fragen eines
kritisch-servilen Kriegsjournalisten vor einem jetzt offenen Loch der
Geschichte gebe ich zurück ins Hauptstadtstudio des Zynischen
Heimat-Frontal Magazins. - Petra?
Er, pardon, es ist kaum zu fassen. Wo vorher noch ein monumentaler
Prachtbau die neue Republik krönte, füllt sich langsam aber immer
schneller ein riesiges Erdloch gewaltigen Ausmaßes mit
grün-schwarz-braunem Spreebrackwasser - darin rote Schlieren, als
Blutspuren der Geschichte eines Sensationell Politischen Desasters.
Dieses ereignete sich direkt vor der ehrwürdigen Kulisse des
Reichtages, wo die Fahnen schon auf Halbmast gesetzt wurden, wie im
Hintergrund zu sehen ist . Sonst erinnert hier alles an einen
Bombentrichter aus dem dritten, pardon, zweiten Weltkrieg. Hatte man
am Wochenende noch vor Anschlägen auf unsere, nunmehr in der
Offensive befindlichen Truppe ´Kooperative Spitzfindiger
Kollateralschäden´ gewarnt bzw. auf deren nun flüchtenden, sich
absetzenden Angehörigen, so steht man jetzt betroffen schweigend
vor den Trümmern einer Katastrophe, die ewig mit dem Namen ´G.
Schröder´ verbunden sein wird. Alle um mich herum fragen sich kopflos,
sofern sie nicht durch dieses Ereignis bis in Mark und Bein, pardon,
Euro und Bein restlos erschüttert sind - einer soll hier sogar schon mit
seinen Helm Hirn geschöpft haben - alle fragen sich: "War der Kanzler
im Amt?" Gott, der Herr über Leben und Tod gebe eine verneinende
Antwort! Möge er statt dessen wieder auf Touren in und außerhalb der
Republik gewesen sein, wie wir ihn schätzen gelernt haben: entweder
in Volwolfsburg auf der Elchtestspur jagend oder der Truppe im Osten
das Motto "Nur nicht umfallen" einklagend - dabei wie immer ein
strandfester, pardon, standfester Charakter mit Showtalent, der
besonnt besonnen besticht , so spaßig sportlich seine Siegerlaune nun
einmal ist, oder war - selfmade natürlich. Sein Ableben kann sich hier
im Krater, im teils behelmt, teils bedächtig betenden Reservistenkorps
niemand so recht vorstellen, bei dieser kosmopolitischen Statur eines
Kanzlers , seinem geklonten Auftreten, pardon, seinem gekonnten
Auftreten mit dem er seinen Ministern beiseite stand und im Rücken
saß und dort weltstaatsmännisch seine Zigarre spitze um sich nicht,
vorsorglich wie sein Freund Clinton, an jeder ins politische Sommerloch
eindringenden Affäre die Hände schmutzig zu machen. - Ja, hallo ...
Hören Sie mich noch! - Entschuldigen Sie die kleine
Sendeunterbrechung, aber im Schatten dieses wohl alle sprachlos
machenden Geschehens sprechen die Bilder für sich. Ich sah hier unten
gerade einen von Erdschlamm triefenden und aus der Hose blutenden,
starrsinnig blickenden Reservisten, und der Kerl hatte dabei noch die
Chupze in seiner verkrampften und spastisch anmutenden Haltung den
Zapfenstreich zu blasen. Das brachte mich auf den Trichter in meinen
Terminkalender nachzuschauen, denn eigentlich sollte ich heute von
der Einweihung des Potsdamer Zentrums für Sicherheits- und
Militärpolitik berichten. Was sehe ich da jetzt: Der Kanzler hat dort
auch einen Termin. Wahrscheinlich lebt der Kanzler noch!!! Ich kann es
nicht glauben: Ausgerechnet ich als Korrespondent des ZHF-Magazins
kann Ihnen die frohe, wenngleich noch mutmaßliche Botschaft
übermitteln, dass der Kanzler lebt. Er hat sich überlebt! Während
andere sich gebannt in die üblichen, manchmal tödlichen
Regierungsgeschäfte vertieften, hat er außerhalb der Bannmeile das
Schicksal in seine Schranken verwiesen. Wollte er doch seinem
Verteidigungsminister wieder den Rücken stärken. Dieser hatte zwar
schon zugunsten eigener, parteiübergreifender Schützenhilfe und um
einen halbwegs klaren Kopf zu gewinnen extra das ganze Potsdamer
Institut neu gegründet und als Schirmherr militärisch abgeschirmt,
doch als notorischer Radsportlerfan weiß unser Rudi natürlich um seine
Affinität zum buckligen Männlein. Deshalb arbeitet er streng geheim im
Potsdamer Institut für rüstungspolitische Grundsatzfragen an einer
höheren KSK-Einheit "Kanzler Scharping Kissinger", denn er weiß, nur
mit erfahrenem Westpersonal lassen sich unhaltbare Stellungen, wie
etwa auch der Aufbau Ost, strategisch abstützen. Und als Stütze
dieser Gesellschaft ist der Kanzler nun mal unehrlich, pardon,
unentbehrlich, deshalb formierte sich gleich hier in der Nähe vor dem
Brandenburger Tor spontan ein großes Aufgebot einer
Kanzler-Sympathie-Kundgebung. Doch jetzt haben wir - Dank meiner
Recherchen - Anlass zur Hoffnung auf ein gutes Ende dieser
Katastrophe, auch wenn hier im Zentrum Berlins wieder die
Leichenfetzen flogen. Aber seien wir an dieser Stelle, um eine
Redewendung unseres Kanzlers aufzugreifen, doch mal ehrlich: Wurde
nicht, wie wir schon berichtet hatten, allzu viel schmutzige Wäsche in
des Kanzlers Waschmaschine gewaschen, so dass sie eines Tages als
Dreckschleuder Geschichte machen würde, wie man hier nun
rundherum sichtlich bestätigt sieht? Waren die Träume, die sich in
diesem weltweit größtem Kanzlersitz versinnbildlichten nicht zu kühn,
die Säulen zu hoch, der Ausblick zu napoleonisch? War dieses weiße
Haus nicht zu groß, pompös und sperrig um als Umzugskiste zum
großen, geostrategischen "Packen wir´s an!" verwendet zu werden?
Man denke nur an den hauseigenen Ölverbrauch und man wird
erahnen, wie viele unserer Sondereinheiten allein für die Sicherung
dieser Versorgungspipeline abbestellt werden mussten. Sicher, man
hatte europäische und transatlantische Vorstellungen. Aber musste
deshalb dem Weißen Haus ein Zwillingsgebäude beiseite gestellt
werden? Hätte die besagte Stunde Null nicht gerade hier in Berlin auch
nach dem Taumehl, pardon, dem Taumel der Wiedervereinigung zum
Maßhalten verpflichtet? Mit diesen offenen Fragen eines
kritisch-servilen Kriegsjournalisten vor einem jetzt offenen Loch der
Geschichte gebe ich zurück ins Hauptstadtstudio des Zynischen
Heimat-Frontal Magazins. - Petra?
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Ergänzungen
na dann doch wieder bonn