Nazikonzert in Gera aufgelöst!
In Gera, Aufenthaltsort der AWA ab2003, wurde ein Nazikonzert von der Polizei aufgelöst. Hintergründe gibt´s hier...
Auf einem Garagengelände wurde in der Nacht zum 30. Dezember ein verbotenes Nazikonzert mit 150-200 Besuchern aufgelöst. Der Veranstalter und ein anderer Nazi wurden angezeigt (der 2. wegen Tragens eines verbotenen Symbols). Die Polizei sprach Platzverweise aus, mehrere Jugendliche mussten von ihren Eltern abgeholt werden. Einige Personen, die sich den Polizeimaßnahmen widersetzt hatten, wurden vorübergehend in Gewahrsam genommen. Außerdem beschlagnahmte die Polizei die Anlage und ein Schlagzeug, sowie eine plötzlich besitzerlose Kassette mit den mutmaßlichen Eintrittsgeldern. Insgesamt waren 100 Polizeibeamte im Einsatz. Mit Hinweis auf das Extremismuskonzept des Thüringer Innenministeriums, nach dem keine Skinheadkonzerte mehr geduldet würden, wird der Geraer Polizeidirektor Kissel in der OTZ vom 31.12.01 wie folgt zitiert: "Auf dieser Rechtsgrundlage schöpfen wir besonders auch in Gera alle Möglichkeiten aus."
Mit den Worten "besonders auch in Gera" will der Polizeidirektor zumindest anzudeuten, dass die Lage in Gera eine Besondere ist. Neben den äußerst aktiven Nazis der Kameradschaft Gera/NPD/JN gibt es in Gera auch eine sehr rege rechtsextreme Musikszene. Diverse Bands aus der Skinhead- und Black-Metal-Szene waren und sind neben einem sich "nationaler Liedermacher" nennenden "Kameraden" aktiv, Vertriebs- und Produktionsfirmen sorgen für die Verbreitung der Tonträger und anderer Propaganda. Die im September 2000 vom Bundesinnenminister verbotenen Nazi-Skinhead-Organisationen Blood & Honour und White Youth sind mit ihren Strukturen weiterhin fest in der Geraer Nazi-Szene verankert und machen mit dem selben Personal das gleiche wie vor dem Verbot: Konzerte und Parties organisieren und auf diesem Weg Jugendlichen nationalsozialistisches Gedankengut näher bringen.
Problematisch erscheint allerdings die Fixierung auf rechte Skinheadkonzerte, die auch vom Polizeipräsidenten und der Polizeisprecherin von Gera nach dem Einsatz wieder angesprochen wurden. Erstens relativiert ein Blick auf einschlägige Nazi-Webseiten, dass die Polizei in Gera recht erfolgreich bei der Verhinderung solcher Konzerte sei; auch im Umland der Stadt scheinen sich die Neonazis recht ungestört organisieren zu können. Und faschistische Konzerte wie z.B. der Neofolk-Bands Death in June oder Sol Invictus, die in anderen Bundesländern auf teils heftigen Widerstand stoßen, scheinen in Gera grundsätzlich ungestört durchgeführt werden zu können, ganz zu schweigen von so genannten "Liederabenden" mit neofaschistischen "Barden". So stellte der Thüringer Verfassungsschutz für das Jahr 2000 lediglich ein durchgeführtes Skinhead-Konzert fest; wer sich mit dem Thema beschäftigt weiß, dass das nicht stimmen kann! Außerdem werden Veranstaltungen mit "Liedermachern" im VS-Bericht nur am Rande erwähnt.
Eine Kleinigkeit fiel bei der Auflösung des Konzertes auf: einige Gäste waren keine Naziskins, sondern nach der äußeren Erscheinung offenbar der Black Metal-Szene zuzurechnen. Die ist kein Wunder, arbeiten doch die Aktivisten beider Szenen in Gera eng zusammen: z.B. arbeitet der Schwarzmetaller und Deutschheide Denis Schoner (spielt bei Totenburg und produziert mit/vertreibt über Pesten Production/Donnerschlag Versand Tonträger neofaschistischer Bands und organisiert Konzerte) eng mit Jens Froehlich zusammen (Mitglied der verbotenen White Youth und der Skinhead-Band Eugenik, auf deren Homepage offensiv für ein Zusammengehen beider Szenen geworben bzw. über gemeinsame Aktivitäten berichtet wird).
NS-Black Metal-Aktivist Denis Schoner neben Naziskin Jens Froehlich
auf der NPD-Demonstration "Kein deutsches Blut für fremde Interessen" in Gera am 10.11.01
Ebenfalls in Rusitz tätig ist der MC "Asphaltkristalle", er soll dort eine Werkstatt, ein Klubhaus oder eine sonstige Niederlassung haben. Erinnern wir uns: für den 03. 04. 99 organisierte Schoner zu einem Black-Metal-Konzert ins benachbarte Roben, Ende der 90er Jahre stark frequentierter Auftrittsort für Blood & Honour-Bands. Es sollte unter anderem die Nazi-Combo Barad Dur aufspielen. Das Konzert wurde verboten. Dieses Ereignis war dem Wirt als "eine Art Biker-Treffen" (OTZ 01.04.99) angekündigt worden. Diese Band wird jetzt von Denis Schoner produziert und vertrieben.
Vom 31.08.01 bis 02.09.01 sollte im sächsischen Nenntmannsdorf auf dem Weinberg (bei Pirna) das von Schoner organisierte Berzerk Festival 2001 stattfinden. Spielen sollten Dies Ater, Morrigan, Empaligon, Magog (Mitglieder bei den SSS), Hellfucked, Totenburg (Neonazis aus Gera. Diese waren unter anderem beim Konzert in der Borthener Diskothek "Cool" im Januar 2000 aufgetreten, welches die Polizei gewaltsam aufgelöst hatte), The true Frost, Eternity, Graven, Zarathustra, Homicide, Irmingot, Pesten 1349, Devilesh, u.a. Das Gelände am Weinberg hat ihr Vorgänger Siegfried Pietzsch an den Motorsportclub Bahretal (MSC) zur kostenlosen Nutzung verpachtet. Hier finden unter Federführung des Clubs Crossveranstaltungen und Motorradtreffen statt. Bei den Motorsport-Veranstaltungen in Nenntmannsdorf geben sich laut Sächsischer Zeitung vom 18./19.08.01 "regelmäßig ehemalige Mitglieder der verbotenen SSS (Skinheads Sächsische Schweiz) ein Stelldichein. Und das in nicht geringer Zahl." Das Festival konnte letztendlich aufgrund des Drucks von Stadt und Medien verhindert werden. Die örtlichen Neonazis beteiligen sich beim MSC aber auch anders: im SSS-Heft "Froindschaft" wurde stolz darauf verwiesen, sich "auf dem Weinberg zum Autocross als Sicherheitsdienst bewährt" zu haben...
Eins steht fest; die seit Jahren immer wieder organisierten Nazikonzerte mit hunderten Besuchern in unmittelbarer Umgebung des MC (Roben) und jetzt sogar direkt in Rusitz können nicht ohne Arrangement und Unterstützung vor sich gehen. Ebensowenig war das verbotene NS-Black-Metal-Festival auf dem Gelände des MSC ein Zufall; auch wenn MSC-Chef Uwe Fritzsche davon nichts gewußt haben will.
Mit den Worten "besonders auch in Gera" will der Polizeidirektor zumindest anzudeuten, dass die Lage in Gera eine Besondere ist. Neben den äußerst aktiven Nazis der Kameradschaft Gera/NPD/JN gibt es in Gera auch eine sehr rege rechtsextreme Musikszene. Diverse Bands aus der Skinhead- und Black-Metal-Szene waren und sind neben einem sich "nationaler Liedermacher" nennenden "Kameraden" aktiv, Vertriebs- und Produktionsfirmen sorgen für die Verbreitung der Tonträger und anderer Propaganda. Die im September 2000 vom Bundesinnenminister verbotenen Nazi-Skinhead-Organisationen Blood & Honour und White Youth sind mit ihren Strukturen weiterhin fest in der Geraer Nazi-Szene verankert und machen mit dem selben Personal das gleiche wie vor dem Verbot: Konzerte und Parties organisieren und auf diesem Weg Jugendlichen nationalsozialistisches Gedankengut näher bringen.
Problematisch erscheint allerdings die Fixierung auf rechte Skinheadkonzerte, die auch vom Polizeipräsidenten und der Polizeisprecherin von Gera nach dem Einsatz wieder angesprochen wurden. Erstens relativiert ein Blick auf einschlägige Nazi-Webseiten, dass die Polizei in Gera recht erfolgreich bei der Verhinderung solcher Konzerte sei; auch im Umland der Stadt scheinen sich die Neonazis recht ungestört organisieren zu können. Und faschistische Konzerte wie z.B. der Neofolk-Bands Death in June oder Sol Invictus, die in anderen Bundesländern auf teils heftigen Widerstand stoßen, scheinen in Gera grundsätzlich ungestört durchgeführt werden zu können, ganz zu schweigen von so genannten "Liederabenden" mit neofaschistischen "Barden". So stellte der Thüringer Verfassungsschutz für das Jahr 2000 lediglich ein durchgeführtes Skinhead-Konzert fest; wer sich mit dem Thema beschäftigt weiß, dass das nicht stimmen kann! Außerdem werden Veranstaltungen mit "Liedermachern" im VS-Bericht nur am Rande erwähnt.
Eine Kleinigkeit fiel bei der Auflösung des Konzertes auf: einige Gäste waren keine Naziskins, sondern nach der äußeren Erscheinung offenbar der Black Metal-Szene zuzurechnen. Die ist kein Wunder, arbeiten doch die Aktivisten beider Szenen in Gera eng zusammen: z.B. arbeitet der Schwarzmetaller und Deutschheide Denis Schoner (spielt bei Totenburg und produziert mit/vertreibt über Pesten Production/Donnerschlag Versand Tonträger neofaschistischer Bands und organisiert Konzerte) eng mit Jens Froehlich zusammen (Mitglied der verbotenen White Youth und der Skinhead-Band Eugenik, auf deren Homepage offensiv für ein Zusammengehen beider Szenen geworben bzw. über gemeinsame Aktivitäten berichtet wird).
NS-Black Metal-Aktivist Denis Schoner neben Naziskin Jens Froehlich
auf der NPD-Demonstration "Kein deutsches Blut für fremde Interessen" in Gera am 10.11.01
Ebenfalls in Rusitz tätig ist der MC "Asphaltkristalle", er soll dort eine Werkstatt, ein Klubhaus oder eine sonstige Niederlassung haben. Erinnern wir uns: für den 03. 04. 99 organisierte Schoner zu einem Black-Metal-Konzert ins benachbarte Roben, Ende der 90er Jahre stark frequentierter Auftrittsort für Blood & Honour-Bands. Es sollte unter anderem die Nazi-Combo Barad Dur aufspielen. Das Konzert wurde verboten. Dieses Ereignis war dem Wirt als "eine Art Biker-Treffen" (OTZ 01.04.99) angekündigt worden. Diese Band wird jetzt von Denis Schoner produziert und vertrieben.
Vom 31.08.01 bis 02.09.01 sollte im sächsischen Nenntmannsdorf auf dem Weinberg (bei Pirna) das von Schoner organisierte Berzerk Festival 2001 stattfinden. Spielen sollten Dies Ater, Morrigan, Empaligon, Magog (Mitglieder bei den SSS), Hellfucked, Totenburg (Neonazis aus Gera. Diese waren unter anderem beim Konzert in der Borthener Diskothek "Cool" im Januar 2000 aufgetreten, welches die Polizei gewaltsam aufgelöst hatte), The true Frost, Eternity, Graven, Zarathustra, Homicide, Irmingot, Pesten 1349, Devilesh, u.a. Das Gelände am Weinberg hat ihr Vorgänger Siegfried Pietzsch an den Motorsportclub Bahretal (MSC) zur kostenlosen Nutzung verpachtet. Hier finden unter Federführung des Clubs Crossveranstaltungen und Motorradtreffen statt. Bei den Motorsport-Veranstaltungen in Nenntmannsdorf geben sich laut Sächsischer Zeitung vom 18./19.08.01 "regelmäßig ehemalige Mitglieder der verbotenen SSS (Skinheads Sächsische Schweiz) ein Stelldichein. Und das in nicht geringer Zahl." Das Festival konnte letztendlich aufgrund des Drucks von Stadt und Medien verhindert werden. Die örtlichen Neonazis beteiligen sich beim MSC aber auch anders: im SSS-Heft "Froindschaft" wurde stolz darauf verwiesen, sich "auf dem Weinberg zum Autocross als Sicherheitsdienst bewährt" zu haben...
Eins steht fest; die seit Jahren immer wieder organisierten Nazikonzerte mit hunderten Besuchern in unmittelbarer Umgebung des MC (Roben) und jetzt sogar direkt in Rusitz können nicht ohne Arrangement und Unterstützung vor sich gehen. Ebensowenig war das verbotene NS-Black-Metal-Festival auf dem Gelände des MSC ein Zufall; auch wenn MSC-Chef Uwe Fritzsche davon nichts gewußt haben will.
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Ergänzungen
was
zukunft braucht keine bullen
Mal ne andere Frage...
pseudo
man man man
und auch noch verbotene musik? die staatverbote gutheissen und sowas will links sein *kotz*
Schlauberger...
Arme Würstchen.
nicht dumm rumprovozieren
mein motto ist
@nonpseudo
auch @nonpseudo
@ ------
oder du freundest dich mit ihm an und schickst ihm dann nen trojaner... ;-)