Artgerecht ist nur die Freiheit

ratte 09.11.2001 01:06 Themen: Ökologie
BetreiberInnen der Pelztierfarm in Steinölsa bei Niesky werfen das Handtuch - Kurz vor der Schließung steht auch die Nerzfarm von Manfred Roßberger.
Eine weitere Tierrechtskampagne hat nun im Niederschlesischen Oberlausitzkreis einen Sieg errungen. Der BetreiberInnen der Pelztierfarm in Steinölsa bei Niesky hat das Handtuch geworfen.

Seit einiger Zeit gibt es in Sachsen eine Kampagne gegen die Pelztierfarm Schirmer & Partner. In diesem Zusammenhang trafen sich erst vor einigen Tagen, am 27.10.01, ca. 40 AktivistInnen auf dem Marktplatz von Rochlitz. Von dort aus startete die Demonstration deren Ziel es war, die BürgerInnen von Rochlitz auf die Pelztierfarm und den damit verbundenen Qualen für die Tiere, aufmerksam zu machen.
 http://de.indymedia.org/2001/10/9835.html

Vor rund einem halben Jahr war auf die leerstehende Farm dann auch noch ein Brandanschlag verübt worden. Auch Monate danach tappt das Landeskriminalamt Sachsen diesbezüglich weiter im Dunkeln. Militante AktivistInnen hatten Ende April die leerstehende Anlage von Schirmer in Brand gesteckt. In einem BekennerInnenschreiben bekannte sich daraufhin die “Animal Liberation Front” zu dem Anschlag.

Doch nicht nur militante AktivistInnen machten dem Unternehmer aus Döhlen bei Rochlitz große Probleme. Vor allem auch die für ihn nicht nachvollziehbaren “naturschutzrechtlichen Hürden” seitens der Behörden sind Grund dafür, dass das Mordsgeschäft nun ein Ende haben muss.


Auch andern Orts steht eine Tierrechtskampagne knapp vor ihrem Erfolg. Kurz vor der Schließung steht nämlich auch die Nerzfarm von Manfred Roßberger. Wie die Technische Beigeordnete Martina Stall bestätigte, habe die Stadtverwaltung die 1999 nachträglich erteilte Baugenehmigung für die Nerzfarm zurückziehen müssen, da es zu Fehlern im Genehmigungsverfahren gekommen sei. Bis zum 31. Dezember dieses Jahres muss Manfred Roßberger die Farm schließen.

Wie Verantwortliche der Anti-Pelz-Kampagne erfahren haben wollen, ermittle die Staatsanwaltschaft nicht nur gegen Roßberger, sondern auch gegen zwei Mitarbeiter der Stadtverwaltung.

Die Mülheimer "Anti-Pelz-Kampagne" hat seit Jahren Roßbergers Netzfarm im Visier und stattete ihr mit regelmäßigen Demonstrationen seither unzählige Besuche ab.
 http://de.indymedia.org/2001/09/7219.html

 http://de.indymedia.org/2001/08/5829.html

Manfred Roßberger selbst fühlt sich selbst naturgemäß als "Opfer" einer Intrige. Jedenfalls ist ihm zunächst die Baugenehmigung entzogen worden, da sie, vor allem was die ordnungsgemäße Entsorgung des Tierkots angehe, nicht mehr auf dem neuesten Stand sei. "Ernten" - sprich die in winzigen Käfigen herangezüchteten Nerze vergasen - darf er heuer jedoch noch ein wohl letztes Mal.
 http://www.schliesst-die-nerzfarm-rossberger.de
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Ergänzungen

Wundervoll !

tierbefreierin 09.11.2001 - 10:28
Das ist ja geil ! Für die Freiheit von Mensch und Tier ! unterstützt den autonomen tierschutz !

falscher Tierschutz

Student Umweltschutz 09.11.2001 - 14:13
Durch die Freisetzung des amerikanisch/kanadischen Nerzes, wird der hier lebende deutsche Nerz ausgerottet, da er sich nicht so schnell an andere Lebensbedingugnen anpassen kann, weshalb sich nach Darwin der amerikanisch/kanadische Nerz, der leichter zu züchten ist, fortpflanzen wird und somit die Population des heimischen Nerzes stark begrenzt wenn nicht sogar vernichtet wird. Eine wirklich tolle Aktion um die Artenvielfalt noch weiter einzuschrenken. ALSO ERST HIRN EINSCHALTEN UND DANN HANDELN.

keep on fightin 09.11.2001 - 14:23
was der studi sagt sollte man beachten, das einheimische eichhörnchen wird auch schon von seinem nord-am. artgenossen verdrängt. (<--das mein ich ernst!!)
trotzdem viele grüsse an die kämpfer des tierschutzes, ein etappenziel wurde erreicht

ihr spinnt ja wohl

darwinhasserin 09.11.2001 - 14:33
mein lieber umweltstudent, du hast ja einen an der waffel!
blut und boden für tiere-ja. "die einheimischen rassen" werden von den bösen fremden ausgerottet.
darwinismus ist ein absolut widerwärtiges denken und ich glaube leute wie du schreken nicht davor zurück, dies auch auf menschen anzuwenden.
links ist dort wo keine heimat ist.

darwinhasserin klingt stark nach rechtsaussen

fuck eso 09.11.2001 - 14:45
die doktrin der "kreationisten" sagt dasselbe. wenn die fakten gegen die doktrin verstoßen gehören sie zensiert. in usa schaffenm es darwinhasserins freunde daß schulbücher in einigen bundesstaaten eingezogen werden, weil da was von darwin oder urknall drinsteht.

@Darwinhasserin

Wissenschaftler 09.11.2001 - 14:56
Darwinismus exestiert nicht, es gibt nur vier Elemente: Luft, Wasser, Erde, Feuer und die Welt ist eine Scheibe. Wissenschafft ist nicht politisierbar, ein großes Problem der Linken. Du solltest erstmal Darwin, Dawkins und andere lesen bevor du darüber ablästerst. Wissenschaft ist der Schlüssel zu einer gerechten und ökologisch ausgeglichenen Welt.

ihr habt probleme

klitzeklein 09.11.2001 - 15:22
primo : wo steht dass massenweise nerze freigelassen wurden ! was hier steht, ist, dass mehrere Nerzfarmen schliessen müssen aufgrund des Druckes der aufgebaut wurde! das ist ne tolle sache. aber glaubt ihr im ernst, die betreiber würden die verbliebenen tiere freilassen ?
secundo : grade weil das teil evolution heisst, sollte mensch sich mit dem gedanken anfreunden, dass alles sich weiterentwickelt.... vor allzu groben assoziatione über "einheimische" (was zum teufel ist heimat) "rassen" sollte mensch aber ein bisschen nachdenken, selbst als student....UND ALLGEMEIN, LEUTE, BLEIBT MAL AUF DEM BODEN UND VERZICHTET BITTE AUF BÖSARTIGE UNTERSTELLUNGEN UND WILLKÜRLICHE INTERPRETATIONEN !

Oh nEE!

Toad 09.11.2001 - 16:27
Da kann man sich doch nur and en Kopf fassen: Das die importierten nager aus usa heimische arten ausrotten/verdrängen ist lange bekannt. hat auch nicht etwas mit ´rasse´ und darwinismus zu tun sondern mit der

ERHALTUNG DER ARTENVIELFALT !

fakten, fakten, fakten...

mdma 09.11.2001 - 16:32
.. und immer auf die leser scheissen.

1. in der vergangenheit gabs es des oefteren tierbefreier, die nerze etc freigelassen haben, ohne darueber nachzudenken, wie sich diese der einheimischen fauna ggueber verhalten wuerden. das war sicher naiv, die leute sind aber nicht allein verantwortlich fuer die "feindliche uebernahme" durch amerikanische nerze. die sind naemlich auch so schon mal ganz gerne aus den pelzfarmen ausgebrochen..

2. es ist eine tatsache, das tiere (und auch pflanzen), die aus anderen laendern/ von anderen kontinenten eingefuehrt wurden, zu stoerungen des oekologischen gleichgewichts fuehren. fragt mal die australier oder neuseelaender (kaninchen, katzen etc). oder schaut euch mal um, was hier so waechst, der riesenbaerenklau zb, das springkraut etc, verdraengen andere pflanzen, von denen sich zb die einheimischen tiere ernaehren..
da kann mir doch keiner erklaeren, das soetwas ne tolle sache ist, und wer das problematisiert hier mit der blut boden keule verhauen werden muss.

ihr habt sorgen...

erhaltung der artenvielfalt?

gloa 09.11.2001 - 18:37
Toad schreibt dazu "...hat auch nicht etwas mit ´rasse´ und darwinismus zu tun sondern mit der ERHALTUNG DER ARTENVIELFALT"

hm, ziemlicher unsinn, diese erhaltung der artenvielfalt würde ich mal sagen. zwar bin ich auch dafür, aber im fall der befreiung der tiere geht es wohl eindeutig um die freiheiten einzelner individuen.
einzelne individuen unter das kollektiv-interesse der arten-erhaltung und ähnliches unterzuordnen ist eine weitere ausformung des speziesismus, der wohl in allen unseren köpfen stark verwurzelt ist. nur, bei den einen mehr, bei den anderen weniger.

oder würdest du mit deiner erhaltung der artenvielfalt auch gegen krieg argumentieren? wohl kaum.

skuril

ratte 09.11.2001 - 20:35
"wissenschaft ist nicht politisierbar" dieser satz ist ungefähr das dümmste was ich seit langem gelesen habe. nicht nur dass zig historische beispiele diesen unsinn widerlegen würden - hat sich wissenschaft doch gerade im nationalsozialismus ziemlich an die herrschende idelogie angebiedert bzw. dieser ein argumentatives fundament bereitet - so wird mir gleich doppelt schlecht, wenn mensch dann gerade biologistisch argumentierende rassistinnen wie dawkins ins spiel bringt. aber gut, das, sowie die stümperhaft biologistisch argumentierte evolutionstheorie, ist eigentlich weniger das was mich amüsiert. skuril find ich nur, dass hier a. nirgends von einer nerzbefreiung die rede ist, somit auch b. nirgends von irgendwelchen "ausländischen nerzen" die nicht zu toitschem blut und boden passen c. das foto nicht aus doitschland stammt (ihr strammen beschützerinnen doitschen lebensraums könnt also wieder aufatmen) und d. auf dem bild auch weit und breit kein nerz (vielmehr ein fuchs) zu sehen ist. aber von solchen kleinichkeiten sollten wir uns in einer diskussion nicht weiter beirren lassen, wenn es gilt mal so grundsätzlich und reflexartig das "einheimische" gegenüber dem "fremdländischen" zu verteidigen.

Herr Student! Etwas leiser bitte!

puddingveganer 09.11.2001 - 20:39
Zunächst mal ist das Tier auf dem Foto ein Fuchs und kein amerikanischer Mink. Ich persönlich halte das Aussetzen von Tieren aus ökologischer Sicht auch für problematisch, zumindest, wenn dies in großer Zahl erfolgt. Dass der amerikanische Mink jedoch für das aussterben des einheimischen europäischen Nerzes verantwortlich sein soll, ist gelinde gesagt purer Schwachsinn. Dieses Tier wurde bei uns nämlich bereits Anfang des letzten Jahrhunderts ausgerottet. Übrigens nicht von anderen Marder-Tieren und auch nicht von Tierrechtlern, sondern von Pelzhändlern und Jägern. also vielleicht sollte der Herr Umweltschutz-Student erstmal ein paar Vorlesungen besuchen gehen, ehe er hier den Mund aufreißt. Übrigens ist es vollkommen richtig, dass für die Ausbreitung des amerikanischen Minks in Deutschland und noch mehr in Skandinavien und Osteuropa in erster Linie die Pelzfarmer verantwortlich sind. Geht ein Betrieb pleite - und das war in letzter Zeit ziemlich oft der Fall - ist diesem Mörderpack nämlich sogar das Gas für seine letzten Tiere zu teuer.

Apropos Hirn, Monsieur Student,

giftmischer 09.11.2001 - 21:40
von Befreiungsaktion ist in dem Artikel gar nicht die Rede. Vielleicht solltest Du den Artikel erst lesen, bevor Du Deine nachgeplapperten Weisheiten weitergibst. Die Rede ist von Demonstrationen und einem Brandanschlag auf die LEERE Farm. Im dürfte ein Ökologen mit der Erkenntnis nicht überfordert sein, daß neben dem ökologischen Wert "Arten- bzw. genetische Vielfalt" (der auch nix mit Blut und Boden zu tun hat...) noch Werte wie Lebensrechte des gefangenen Individuums. Ein Wirbeltier einzusperren, um es seines Pelzes wegen zu ermorden, verstößt gegen den TIERSCHUTZ. Das ist etwas anderes als Umweltschutz. Beides sollte nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Verbelndeter Schwachsinn

Flea 12.11.2001 - 21:23
Mein Gott wird hier ein Schwachsinn geschrieben.
Der reihe nach:
1.Darwinhasserin.
Du kannst auch das Gravitationsgestz hassen, oder das der Energieerhaltung, trotzdem stimmt es.
Deine BlutundBoden Scheiß kannste behalten. Umweltschutz bedeutet, Arten zu erhalten, wenn dir in deiner nivellierdene Dummhaltung lieber ist alles überall anzusiedeln wird es bald kaum noc Tier und Pfalnzen geben.
Und daß du keine Heimat hast ist dein Problem.
2.Man unterscheidet nicht zwischen einheimische Art0gut und fremde Art schlecht, man sorgt dafütr, daß beide überleben können, und das geht nur in ihrem Lebensraum. Außerdem sind die genannten nerze und Eichhörnchen Arten keine Rassen Frau Neunmalklug. Wer ist also hier Rassist?
3. Fakt ist, daß bei vielen Tierbefreiungen die befreiten Tiere in die angrenzenden Landschaften eindragnen und dort das ökologische Gelichgewicht zerstörten, was grade der Vogelwelt großen Schaden brachte. Gutgemeint und gutgemacht ist leider ein großer Unterschied.
4. Wenn ihr armen Kinder nicht wißt was Heimat ist, tut ihr mir echt leid. P.S. bevor das große Nazigebrüll kommt, denkt erst mal nach. Heimat und Nation sind 2 vollkommen verschieden Dinge.
5. Gloa: Was ist am Erhalten von Arten Unsinn? Oder ist das euer Versuch den Feins Speziesismus zu bekämpfen, indem man die Artenvielfalt ausrottet. Du redest dumm daher vom Recht der einzelnen Individuen auf Freiheit und übersiehst die Auswirkungen. Die betreffen z.B. auch das Lebensrecht von Arten, die von diesen dann verdrängt und ausgerottet werden.
Bei einigen hier wäre es besser sie würden schweigen bei diesem ideologisierten Unwissen was aus ihren Köpfen fließt.
6. Wenn: "wissenschaft ist nicht politisierbar" dieser satz ist ungefähr das dümmste was ich seit langem gelesen
habe." ist, dann hast du hier die Beiträge noch nicht alle gelesen. Jetzt ist darwin auf einmal Rassist. Das wird immer besser (oder schlechter).
7. Hast du ein Problerm mit OI oder warum schreibst du immer Doitschland?
8. Ratte, gib dir bitte nen anderen Namen, du beliedigst meine Rattenm, die sind nämlich intelligenter als du.
9. Angreifen ist immer besser als nachdenken. Der Student gibt nur etwas zu bedenken, was nicht auf diese Aktion zutrifft, aber generell beachtet werden sollte, und schon wollt ihr ihn ins Gulag verbannen.





Ouintessenz:
Wißt ihr was euer Problem ist? Ihr werdet immer in der Minderheit bleiben und erfolglos in euerem linken Kämmerchen streiten, da ihr alle vor den Kopf stoßt, die nicht eurer törichten Meinung sind. Und daß ihr in der Minderheit bleibt ist auch gut so.

So und nun dürft ihr mich erschlagen.

was am kopp gekricht?

irgendwer 13.11.2001 - 17:04
flea dir is wohl ordentlich was am kopf gefallen oder? ich meine erst postest du da bei irgendwelchen beiträgen dummdreist irgendwelchen holocaust relativierenden unsinn und jetzt pöbelst du biologistischeR speziesistIn fast noch dümmer hier rum. ja flea, dumpfbacken wie du sind der grund warum ich antispe weil links bin.

achwozuüberhaupt

ratte 13.11.2001 - 19:05
ach wozu überhaupt sollte mensch leuten wie flea überhaupt ernsthaft antworten. offensichtlich ist ignoranz eh wichtiger als alles andere, sonst hätte flea zumindest wenn er/sie wollte richtig lesen können dass ich nicht darwin sondern einen herrn namens dawkins (seines zeichens aber neo-darwinist) als rassist bezeichnet habe. aber das nur ein detail am rande. das flea dann auch darauf herumreitet dass ich nicht richtig "doitsch" kann ist ebenso bezeichnend wie fleas heimatbegriff. aber bekanntlich ist desder doitschen heimat ja der duden. ach ja flea, übrigens wenn du und deinesgleichen schon darwinistisch argumentieren wollen, warum dann nicht gleich konsequent? konsequent würde nämlich bedeuten, dass es egal is welches tier wo ausgesetzt würde, weil halt immer nur die an seine umwelt am besten angepasste tierart überlebt. "surving of the fittest" wie das doch in eurer darwinistischen umgangssprache heissen müsste. tja, und der evolutionstheorie sowie den "fittest" ist im prinzip dabei eigentlich recht egal ob tierarten nun "heimisch" sind oder nicht. also du musst dich schon entscheiden flea, entweder neurechter "heimatschutz" oder evolutionstheorie. beides geht so primitiv wohl so zumindest nicht unter einen hut. aber welche ernstzunehmende person beruft sich eigentlich schon noch auf die evolutionstheorie .... und heimat ist da wo ich zumindest nicht bin.

Hallo Ratte

Antifa 13.11.2001 - 19:34
Ich wusste gar nicht, daß Ihr antideutschen esoterisch seid! Ist ja lustig. Dann macht es gar keinen Sinn Dir irgendwas zu erklären (etwa, daß das menschenverachtende es ist (den nicht widerlegten) Darwinismus auf soziale Strukturen ("Sozialdarwinismus") zu übertragen) - Wer sind denn Deine ernstzunehmenden Leute, die das alles unsinnig finden? Was machst Du auf einer progressiven Seite mit Deiner rückwärtsgewandten Ideologie?

hallo antifa

ratte 14.11.2001 - 00:32
ach, keine angst, eso bin ich keiner und als antideutsch würde ich mich selbst auch nicht bezeichen. aber das muss ja jetzt nicht das thema sein. das thema sollte vielleicht eher präzise wortwahl und differenzierte betrachtungsweisen sein. und die fehlen hier in der diskussion offensichtlich - das war auch was ich kritisiert habe. aber nochmal kurz zu deiner darwinismus-definition: a. müsstest du mir den unterschied zwischen "sozial" und dem was-auch-immer du offensichtlich dagegen setzt (wahrscheinlich ja sowas wie die "natur") erklären. bin ich echt gepannt drauf. b. müsstest du mir mal erklären warum wir - wenn wir an den darwinismus glauben - nun eigentlich vor dem "sozialen" aufhören sollten. darwinistInnen wie besagter dawkins sind da wenigstens so zweifelhaft ehrlich und machen da nicht stopp, was auch deren rassismus erklärt. c. ich will dich ja nicht erschüttern, aber darwin is nunmal nicht alles und auch wenn es in deiner welt nicht mehr alternativen als darwin oder esoterisch gibt, is das eher ein problem deinerseits. als anhaltspunkt für die erweiterung deines horizonts sei dir aber zum beispiel dieses (naturwissenschaftliche) buch empfohlen:  http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/buch/2133/1.html d. ach ja, und dass naturwissenschaftliche theorien nicht einfach vom himmel fallen sollte ja eigentlich auch einleuchten. gerade darwin ist dabei halt nur ein spiegel einer ideologie die nicht losgelöst von kapitalistischer modernisierung gesehen werden kann und ja auch nicht zufälligerweise zur selben zeit wie die industrielle revolution, modernisierung, steigerung von betriebswirtschaftlicher konkurrenz usw. entstanden ist. drum is es wohl echt skuril wissenschaft als nicht politisierbar zu bezeichen, wie hier getan.

Wissenschaft ist natürlich politisch benutzba

Antifa 14.11.2001 - 00:57
Wenn Du doch nicht Antideutsch bist, kann ich ja inhaltlich werden - man weiss ja nie.

Ich kenne Goodwins Theorie, ist recht interessant - obwohl "morphogenetische Felder" ein Eso-Thema
sind. Wenn das stimmen würde, müsste Darwin modifiziert, nicht zwangsläufig verworfen werden.
Aber ich wäre vorsichtig, eine neue Theorie gleich mal als die jetzige Wahrheit zu nehmen, weil ich mal
ein populärwissenschaftliches Buch gelesen habe und es toll zu meiner Ideologie passt. Nach Darwin haben
die Lebenwesen, die sich am besten anpassen konnten überlebt und deren Merkmale sind bestehen
geblieben. Die Nazis und andere Rückschrittliche Kräfte haben daraus die "Besten" gemacht und dies dann
noch auf soziale Systeme bezogen. Jetzt aber auch Darwin rechts zu machen, ist wie zu behaupten, daß
Autobahnen grundsätzlich nationalsozialistisch sind. Antideutsch habe ich geschrieben, weil von denen
eigentlich nur solche komischen Folgerungen kommen. (Alle Bullen sind Grün, also sind alle die Grün sind
Bullen-- ist nur ein Beispiel für fehlerhafte Logik)... Ich wäre also Vorsichtig beim Verabsolutieren von
Dingen die ich gelesen habe und die mir in den Kram passen und ich sollte Dinge verstehen von denen ich
rede und ich sollte wissen, wo was herkommt (etwa was "Sozialdarwinismus" bedeutet und was nicht. Oder
warum war der Darwinismus progressiv) ... Ach ja: Darwin und Dawkins bitte nicht verwechseln! Ich
rede nur über ersteren. Zumal es bei Dawkins um Molekulargenetik geht.
Zitat aus dem Telepolis-Artikel: "Goodwin mag mit seiner Kritik am
molekulargenetischen Darwinismus wieder in das andere Extrem umschlagen...."

wissenschaft ist politisch nich politisierbar

ratte 14.11.2001 - 11:40
ach ich weiss, dass goodwins theorien auch nicht "die neue wahrheit" sind. ich weiss auch, dass sie darwin nicht grundsätzlich widersprechen, wollte dir nur zeigen, dass es halt auch was neben "eso" gibt, und dass darwin halt auch nicht unbedingt überall zur erklärung braucht. ich habe darüberhinaus aber auch schon mal klargestellt dass ich nicht darwin, sondern dawkins als "rechts" bezeichnet habe. mir ist der unterschied zwischen den beiden also folglich bewusst. da du das nicht zur kenntnisnehmen willst, könnte ich dir jetzt vice versa "antideutsche" argumentation vorwerfen (in dem sinne in dem du das definiert hast). unterstelle dir mal aber, dass es einfach nur ein missverständnis gegeben hat und da ich einige sachen vielleicht auch überzogen und daher missverständlich formuliert habe. grundsätzlich wird für mich die diskussion aber hier erst interessant wenn wir zum eigentlichen kern der geschichte kommen: nämlich was ist "sozial" und was ist "nicht-sozial". eine frage auf die u bisher nicht eingegangen bist. den natürlich gibt es eben diese unterscheidung nicht einfach eben so weil es einfach so is und der liebe gott oder auch darwin oder werauchimmer es so gesagt haben. und andererseits meine (belegbare), dass wissenschaft nicht einfach verharmlosend nur "politisierbar" ist, sondern per se politisch. wissenschaft ist halt nicht das unschuldige opfer irgendwelcher dunkler reaktionärer machenschaften, die halt manchmal "missbraucht" wird (siehe nationalsozialismus). sowas würde ich halt als verharmlosend bezeichnen bzw. is halt eine recht flache kritik an herrschaftsverhältnissen. aber das alles sprengt irgendwie auch schon den rahmen hier. allesin allem stimm ich dir im groben eh auch zum großteil zu.

Contra II

Flea 14.11.2001 - 19:49
So, dann wollen wir mal:
1."Ich relatieviere also die Shoa? Damit disqualifiziert sich "irgendwer eh als Diskutant ernst genommen zu werden. Kann "irgendwer" auch seine Vorwürfe belegen? Natürlich nicht. Wie Einstein (ein Jude, wie unverschämt-Achtung Ironie) sagte, alles ist relativ. Wenn ich ne Dumpfbacke bin, was bist du dann?
2.Ratte. Wenn ich mich verlesen habe, bitte ich um Entschuldigung. War ob der Dummheit einiger Beiträge hier in Rage. Ich reite nicht darauf rum, ob du richtig deutsch kannst, sondern mit deinem scheinbaren Problem mit Oi!.
Ich argumentiere nicht in deinem Verständnis konsequent darwinistisch, da ich Dawinismus als Basis der Evolutionstheorie verteidige. Ansonsten stehe ich dem Arterhalt sehr nahe, und der wird gefährdet durch Lebewesen in systemen, denen diese nicht entsatmmen.
Und bitte, wenn ihr auch nur ansatzweise ernstgenommen werden wolle, kommt mal davon weg, jedem der nicht so denkt wie ihr rechtsnationales Gedankengut zu unterstellen.
Und Ratte, nochwas, auch du hast eine Heimat, das kannst du ignorieren aber nicht ändern.

Um esnnochmal klarzumachen. Meine hauptkritik bezog sich auf den dummen und vernichtenden Umgang mit "Students" Äußerung, die absolut richtig waren. Und auf zu dieser Aussage mit der Rassismuskeule kommt, hat sie einfach nicht mehr alle.

Lesen und beobachten

Heinrich 14.11.2001 - 23:35
Schlecht!

Es gibt in Europa seit Jahrtausenden Debatten über das ethische Verständnis des Menschen zu anderen Lebensformen und Tierschutzgedanken waren weder den antiken Griechen noch Strömungen des Christentums bekannt. Seit 1859 gibt es in der Biologie das emanzipatorische Verständnis von Charles Darwin, der in Origins of species by natural selection aufgrund fossiler Funde und Beobachtung an Finkenarten auf den Galapagosinseln erkannte, dass Tierarten durch Anpassung an ihre Umwelt und Besetzung ökologischer Nischen entstehen und sich verändern. Surviving of the fittest, liebe Ratte, meint bei Darwin Überleben der Geeignetsten (Arten), nicht der Stärksten, sondern derjenigen, die an ihre Umwelt am besten angepaßt sind, zum Beispiel die Harpye als Affenjäger, das Böhmzebra als Steppentier usw. Alle Tierindividuen in diesen Tierarten haben bestimmte natürliche Anlagen und Instinkte, aus denen sich evolutionsgeschichtlich auch Gefühle und Denkprozesse entwickelten, die ebenfalls artspezifisch angepasst waren.
Die wirklich revolutionäre Erkenntnis Darwins war, dass auch der Mensch von Säugetieren abstammte, selbst ein Säugetier ist- evolutionsgeschichtlich leider kein Pflanzenesser, sondern ein Allesesser und in der anthropologischen Entwicklung Wildbeuter, später Großwildjäger, noch später Ackerbauer und Viehzüchter. Diese Darwinsche Lehre nennt man biologische Evolutionstheorie. Alle nichtklerikalen politischen Richtungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts versuchten, die Darwinsche Naturtheorie auf gesellschaftliche Verhältnisse zu übertragen. Marx bezeichnete die Kritik der politischen Ökonomie sogar ausdrücklich als Übertragung der Darwinschen Lehre auf gesellschaftliche Verhältnisse. In einer Zeit des Manchesterkapitalismus übertrugen auch Wirtschaftsliberale die kapitalistische Konkurrenz auf die Darwinsche Lehre. Völkische Ideologen wie Lagarde, Langbehn, Chamberlain und Hitler bauten eine falsch verstandene Darwin-Adaption, gemixt mit Germanenmythos und völkischer Rassenlehre in ihre menschenverachtenden Konstrukte ein. Von Marx bis Hitler nennt man die Übertragung der Evolutionstheorie auf gesellschaftliche Verhältnisse von Menschen soziale Evolutionstheorien oder Sozialdarwinismus. Diese haben aber mit dem Darwinismus als solchem wenig zu tun.

Übrigens, ihr Idioten. Das Tier auf dem Foto ist tatsächlcih ein Rotfuchs. Ein Rotfuchs ist ein Tier, das im Unterschied zu menschlichen Veganern auf das Töten anderer Tiere angewiesen ist. Dies lernen Rotfüchse als Jungtiere- Beute schlagen. Um ein aus der "Gefangenschaft" befreites Raub-Tier auszu-wildern bedarf es einer langen Vorbereitung. Das Tier muß nämlich erst wieder lernen, Beute zu schlagen, zum Beispiel dadurch, dass man ihm in seinem Gehege lebende Tiere bringt, an denen er lernt, zu jagen. Ein Fuchs, der dies nicht gelernt hat, wird in kurzer Zeit in "freier" Natur, nämlich in dem Wechselspiel zwischen Beuteangebot und der Möglichkeit, diese Beute zu schlagen, sterben. der Fuchs verhungert. Er hat nämlich nicht die Möglichkeit wie Großstadthinterhofskinder Bambi-Filme zu gucken und sich im Reformhaus Tofu zu kaufen. Der Fuchs muß töten, um zu leben, als Art und als Individuum.

Ganz kurz nochmal zum Mitschreiben: Biologische Evolution nach Darwin ist die Entstehung der Tier- und Pflanzenarten durch natürliche Auslese- Anthropologie ist die Naturwissenschaft der evolutionsgeschichtlichen Entwicklung der Art Homo Sapiens- Kulturanthropologie ist die Wissenschaft von der kulturellen Genese menschlicher Gemeinschaften und deren Zusammenhang mit ihren natürlichen Anlagen- Naturschutz ist der Schutz von Ökosystemen, in denen verschiedene Spezies in unterschiedlicher Abhängigkeit leben. Ist der Fuchs eigentlich auch Spezieist, weil er Mäuse frißt? Langsam wird mit schlecht.

Ich finde euren Ansatz durchaus diskussionswürdig, aber bildet euch doch bitte nur ein kleines bißchen, BEVOR ihr Brandanschläge verübt.

kapitalismus tötet...

al-jan 17.11.2001 - 11:46
und zwar nicht nur menschen, sondern auch tiere und pflanzen. deshalb ist der kampf gegen die ausbeutung der tiere genauso wichtig wie der kampf gegen die ausbeutung des menschen. deshalb ist es wenig sinnvoll sich gegenseitig mit irgendwelchen beleidigungen runter zu machen! gemeinsam für eine bessere welt, in der wir mit allen geschöpfen friedlich zusammenleben!

Heinrich

Flea 18.11.2001 - 15:43
Gut geschrieben Heinrich. Nur, die Frage ist ob es verstanden wird.
Und zum letzten, gemeinsam? Ich sehe nichts gemeinsames mitsochen Extermisten, die so verblendet sind, mich durch meine Äußerungen in die rechte Ecke zu stellen.